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WISAG empfiehlt regelmäßige Netzanalysen

Frankfurt am Main, 21. August 2018 – Solide Kenntnisse über die Vorgänge in elektrischen Energieversorgungsnetzen sind eine wesentliche Grundlage für eine ausfallsichere Produktion. Darüber hinaus stellen sie eine wichtige Voraussetzung für Anlagenerweiterungen und -umbauten sowie die Parametrierung von Schutzeinrichtungen dar. Immer wieder werden Energieversorgungsnetze jedoch erweitert und umstrukturiert, ohne die Auswirkungen solcher Veränderungen einzukalkulieren. Im Fehlerfall zieht dies nicht nur Produktionsausfälle und Anlagenschäden, sondern möglicherweise auch Personenschäden nach sich. Um solche Szenarien zu verhindern, empfiehlt die WISAG Industrie Service Gruppe, einer der größten Industriedienstleister Deutschlands, die Durchführung regelmäßiger Netzanalysen und -berechnungen.

„Wir erleben es häufig, dass unsere Kunden nur unzureichende Kenntnisse über ihr Energieversorgungsnetz haben“, erklärt Markus Flaßhoff, Technischer Leiter der WISAG Elektrotechnik. „Teilweise ist es Unternehmen auch einfach nicht bewusst, welche Wichtigkeit das Wissen über entsprechende Daten hat – Netze werden seit Jahrzehnten erweitert oder umstrukturiert, ohne die Auswirkungen der Eingriffe im Blick zu haben.“ Ohne eine vorliegende Netzanalyse kann der Ausbau von Netzen zu vielfältigen und in der Ausführungsplanung nicht erkennbaren Fehlern führen, die im weiteren Verlauf Einschränkungen im Betrieb der technischen Anlagen, erhöhte Betriebskosten oder gar einen unsicheren Anlagenzustand verursachen können. Typische Fehler sind hierbei beispielsweise die Überschreitung der zulässigen Kurzschlussleistung durch zusätzliche Transformatoren, motorische Lasten und regenerative Erzeugungsanlagen, der ineffiziente Betrieb von Verteilungstransformatoren, die Überlastung von Versorgungskabeln sowie nicht-selektive oder zu langsame Abschaltungen im Fehlerfall.„Um typische Fehler zu vermeiden, sollten regelmäßige Netzanalysen durchgeführt werden, die Auskunft über die Kurzschlussverhältnisse im Netz gemäß DIN VDE 0102, die Lastverteilung sowie die zu wählenden Schutzparameter geben. Darüber hinaus informieren sie den Auftraggeber über die Selektivität des Netzschutzes, Abschaltbedingungen gemäß DIN VDE 0100-410 und -520 sowie die Dimensionierung des Kabelnetzes“, verdeutlicht Flaßhoff.

Während bei der Netzanalyse aufgezeichnete Messdaten Aufschluss über deren Qualität geben und Schlüsse zu den daraus resultierenden Störungen im Netz zulassen, werden bei der Netzberechnung alle primären elektrischen Betriebsmittel aufgenommen und auf ihre technische Eignung für den Betrieb in dem untersuchten Netz überprüft. Als Ergebnis erhält die WISAG Aussagen zur korrekten Dimensionierung des Kabelnetzes, zum Lastfluss und zur Lastverteilung, zu Verlusten, zur Höhe des Verlaufs potenzieller Kurzschlussströme sowie zu den Parametern der zu programmierenden Schutzgeräte. Grundsätzlich empfiehlt der Industriedienstleister eine solche Analyse jedem produzierenden Unternehmen: Immer mehr Sachversicherer fordern einen Nachweis zur Netz- und Versorgungssicherheit. „Ohne entsprechende Kenntnisse über das Energieversorgungsnetz ist die heutige digitale Schutztechnik nur noch teilweise in ihrem vollen Funktionsumfang nutzbar“, so der Technische Leiter abschließend. „Das selektive Zusammenspiel einzelner Schutzkomponenten in komplexen Schutzkonzepten wird ohne eine entsprechende Untersuchung unmöglich.“

 

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