Neue Radsatzpresse für die WISAG

Frankfurt am Main/Brieske, 30. Juli 2020 – Bei der Fertigung und Instandsetzung wichtiger Fahrzeugkomponenten ist äußerste Präzision gefragt. Die WISAG Industrie Service Gruppe, einer der führenden Industriedienstleister Deutschlands, investierte daher vor Kurzem in eine neue Radsatzpresse am Standort Brieske. Da das Radsatzpressen ein sicherheitsrelevanter Vorgang ist, kann die WISAG nun noch gezielter auf Kundenwünsche eingehen. 

„Neben einfachen Güterwagen-Radsätzen können wir damit auch Treibradsätze mit Getrieben und Bremsscheiben zuverlässig und präzise bearbeiten“, sagt Felix Hanke, Technischer Leiter Mechanik der WISAG Produktionsservice in Brieske. Das erfahrene Fachpersonal der Niederlassung wurde vom Hersteller MAE eigens für den Umgang mit der Maschine geschult.

Die typenoffene Schienenfahrzeug-Werkstatt zur Instandsetzung von Dieselloks, E-Loks, Reisezugwagen, Gleisbaumaschinen, Güterwagen und derer verschiedensten Baugruppen rundet mit der Neuanschaffung ihr Leistungsspektrum ideal ab. „Der Bereich Instandsetzung und Neufertigung von Radsätzen wird immer wichtiger, denn wir merken, dass der Bedarf stetig steigt. Mit der neuen Radsatzpresse erfüllen wir die höchsten Anforderungen hinsichtlich Technik und Qualität und sind bestens gerüstet für die Zukunft“, so Hanke weiter. Die WISAG Produktionsservice kann nun Radsätze neu fertigen, reinigen, montieren sowie demontieren, Radscheiben und Wellen bearbeiten und Radsatzlager wechseln.

Die neue Maschine kann Radsätze mit Spurweiten von 970 bis 1.670 mm und einem maximalen Durchmesser von 1.350 mm bearbeiten, die maximal 3.000 Kilo wiegen. Die Radscheiben werden mit bis zu 3.150 KN ab- und aufgepresst. Da die Vormontage auf dem Zuführungswagen erfolgt, wird nur noch ein Hebezeug benötigt. Der Pressvorgang wird automatisch digital aufgezeichnet und durch das Messsystem als Diagramm dokumentiert. Anschließend stellen die Experten der WISAG die Daten dem Kunden zur Verfügung.

zurück