Sanierung der Rohrleitungen: WISAG beteiligt sich am Umbau des Emscher-Systems

Frankfurt am Main/Essen, 20. Januar 2021 – Vor mehr als hundert Jahren wurde aus der Emscher ein vom Mensch geformtes System offener Abwasserkanäle. Mit dem Emscher-Umbau wird diese Entwicklung nun von dem zuständigen Wasserwirtschaftsverband Emschergenossenschaft rückgängig gemacht – der Fluss soll mit all seinen Nebenläufen in naturnahe Gewässer umgebaut und Abwasser künftig in unterirdischen Kanälen abgeführt werden. Im Rahmen des Projekts fällt die Sanierung von Rohren und Rohrleitungen an – eine Aufgabe, um die sich die WISAG Industrie Service Gruppe, einer der führenden Industriedienstleister Deutschlands, kümmert.

Im Oktober 2020 hat das Team der WISAG mit den Arbeiten begonnen. „Läuft alles nach Plan, werden wir das Projekt Ende Januar abschließen können“, sagt Thomas Wacker, Niederlassungsleiter der WISAG Produktionsservice. Der Industriedienstleister hat die Aufgabe, die Innenbeschichtung in einer 1,4 Kilometer langen Rohrleitung mit einem Durchmesser von 2,20 Metern (DN2200) zu entfernen. „Wir haben zuerst die Rohrleitung geöffnet und ein Hilfsseil eingezogen, um dieses dann später durch ein windengeführtes Stahlseil zu ersetzen“, erklärt Wacker.

An dem Stahlseil installiert die WISAG im Rohr die Reinigungsmechanik. Mit immer gleichbleibender Geschwindigkeit wird diese Mechanik unter vollem Druck durch das Rohr gezogen. „Wir können dann mit bis zu 1.000 bar Wasserdruck die Beschichtung abschälen“, berichtet der Niederlassungsleiter. Übrig von dieser Beschichtung bleiben lediglich Restbestandteile und Schlamm. Auf diese Weise hat der Industriedienstleister die Möglichkeit, Abfall einzusparen und Entsorgungskosten zu reduzieren. Nach dem Einsatz der WISAG ist die Grundlage für die als nächstes folgende Beschichtung mit Zementmörtel gelegt. „Wir gehören zu den wenigen Unternehmen in Deutschland, die diese Art von Arbeiten durchführen können und freuen uns sehr, dass die Emschergenossenschaft den Auftrag an uns vergeben hat“, so Wacker abschließend.

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