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Gefährdungsbeurteilung für Kühltürme

Frankfurt am Main, 12. August 2015 – Lungenentzündung, manchmal sogar mit Todesfolge – Ursache dafür können Legionellen sein. Ideale Verbreitungs- und Brutstätte für Bakterien sind Verdunstungsrückkühlanlagen, die in vielen Industriebetrieben und Verwaltungsgebäuden genutzt werden. So sind zahlreiche Erkrankungen in den letzten Jahren in Deutschland auf Kühltürme zurückzuführen. Eine Gefährdungsbeurteilung, wie sie von Fachleuten durchgeführt wird, und die Umsetzung der damit empfohlenen Maßnahmen können das Risiko erheblich reduzieren. Die WISAG Industrie Service, einer der größten Industriedienstleister Deutschlands, sieht enormen Nachholbedarf bei den Betreibern von Kühltürmen und empfiehlt den Unternehmen, zeitnah eine Beurteilung ihrer Anlagen durchführen zu lassen, um potenzielle Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

Der Gesetzgeber fordert die Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten und Dritten. Hierzu müssen Eigentümer von Verdunstungsrückkühlanlagen Schutzmaßnahmen vornehmen. Laut VDI 2047 Bl. 2 stehen sie in der Verantwortung, das Risiko, das von ihren Anlagen ausgeht, zu minimieren. Die Richtlinie gibt Hinweise zum hygienegerechten Betrieb. „Da es keine starr vorgegebenen Prüffristen für Kühltürme gibt, müssen die Verantwortlichen selbst entscheiden, auf welche Weise sie die Sicherheit gewährleisten. Das bedeutet für den Betreiber mehr Freiheit, allerdings auch mehr Verantwortung“, findet Sebastian Briel, Geschäftsfeldmanager bei der WISAG Gebäude- und Industrieservice in Langenfeld. „Sie müssen sich allerdings bewusst sein, dass im Schadensfall das Fehlen einer Gefährdungsbeurteilung als Organisationsverschulden gewertet werden könnte.“ 

Die WISAG betreibt selbst Kühltürme und übernimmt mit ihren Spezialisten die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung. Dabei erfassen die Fachleute im Rahmen einer Bestandsaufnahme die örtlichen und hygienischen Gegebenheiten und beurteilen die Betriebszustände der Anlage. „Das Risiko von Legionellen lässt sich reduzieren. Hierfür ist es notwendig, jedes System individuell zu betrachten und mögliche Lösungen für den hygienesicheren Anlagenbetrieb auszuarbeiten“, erklärt Briel.

Das Wachstum von Mikroorganismen und somit auch Krankheitserregern wie Legionellen lässt sich durch die geeignete Behandlung des Kühlwassers und regelmäßige Reinigungen vermeiden. „Eine Gefährdungsbeurteilung endet aber nicht mit den rein technischen Maßnahmen. Der gesamte Betriebsablauf wird dabei unter die Lupe genommen“, sagt Briel und erklärt, dass man hier über den Tellerrand hinaus blicken muss. „Die Systeme müssen durch hygienisch geschultes Personal überwacht werden. Hierbei werden Laboruntersuchungen sowie die regelmäßige Bestimmung verschiedener Parameter individuell abgestimmt. Ergeben sich zum Beispiel aufgrund des Aufstellungsortes der Anlagen erhöhte Risiken, können möglicherweise häufigere Inspektionen oder Untersuchungen sinnvoll sein.“

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