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WISAG unterstützt Volkswagen Motorsport beim Pikes Peak International Hill Climb

Frankfurt, 5. Oktober 2018 – Mit dem ‚I.D. R Pikes Peak‘ hat Volkswagen beim Pikes Peak International Hill Climb Geschichte geschrieben. Im 680 PS starken Elektro-Rennwagen bezwang Romain Dumas die mit konventioneller Antriebstechnik fahrende Konkurrenz und verbesserte nicht nur die bisherige Bestmarke für Elektrofahrzeuge, sondern auch den Allzeit-Rekord um gleich 16 Sekunden. Immer mit dabei war die WISAG Industrie Service Gruppe, einer der größten deutschen Industriedienstleister, die mit einer mobilen Kühllösung dafür sorgte, dass die Temperatur der Rennwagenbatterie beim Laden stabil blieb.

Rund 90 Kilowatt Kälteleistung und 12.000 Kubikmeter Luftmenge pro Stunde sollte die Kühllösung bereitstellen, „dabei musste sie jedoch so kompakt sein, dass sie weniger als die Hälfte des Volumens eines 20 Fuß langen Überseecontainers ausfüllt – samt Kaltwassersatz und Gebläse“, schildert Projektleiter Daniel Pollok von der WISAG Gebäude- und Industrieservice in Langenhagen die hohen Anforderungen des Auftrags. Die Dauer des Ladevorgangs wurde vom Reglement vorgegeben: Eine komplette Ladung musste im Falle eines Rennabbruchs in unter 20 Minuten realisiert werden können.

„Die größte Herausforderung des Auftrags war es, dass wir in einem sehr strikten Zeitfenster nicht nur einen, sondern gleich zwei funktionierende Prototypen abliefern mussten“, erklärt der Projektleiter. „Neben der letztendlich zum Rennen eingesetzten Kühllösung musste eine zweite, mobile Anlage für die Erprobungsfahrten in Europa auf einen Trailer gebaut werden. Beide mussten absolut identisch ausgeführt werden, um im Falle eines Defekts unmittelbar Ersatzteile nach Colorado Springs fliegen zu können.“

Insgesamt waren acht Mitarbeiter der WISAG Gebäude- und Industrieservice mit dem Projekt betraut, die sich um Koordination, Kälte- und MSR-Technik, Montage, Elektro- und Schweißarbeiten kümmerten. „Darüber hinaus war unser Kältemechatroniker André-Oliver Najuch mit dem Kunden in Colorado, um vor Ort sicherzustellen, dass die Anlage einwandfrei funktioniert“, so Pollok.

Im Januar dieses Jahres bekam der Industriedienstleister zunächst die Leistungsdaten von Volkswagen Motorsport übermittelt, um eine erste Entwurfsplanung zu erstellen. Diese wurde bis Mitte Februar noch mehrmals verfeinert, und die WISAG erhielt die Bestellfreigabe für das Material. „Kurz darauf stellte sich jedoch heraus, dass die redundant ausgelegte Automatik noch durch eine Back-up-Handsteuerung ergänzt werden sollte“, schildert der Projektleiter den Verlauf. „In den darauffolgenden Wochen konnten wir die beiden Anlagen fertigstellen und einen Tag vor dem Verschiffen in die USA und dem Einsatz des Trailers in Europa noch ‚just in time‘ final testen und einmessen.“ Darüber hinaus war es Aufgabe der WISAG, eine Dokumentation auf Deutsch und Englisch sowie die Packliste für den Zoll zu schreiben und CE- und RU-Datenblätter zu organisieren. „Die Tests in Europa und den USA verliefen erwartungsgemäß gut und auch das Ergebnis kann sich sehen lassen“, fasst der Projektleiter zufrieden zusammen – in nur 7:57,18 Minuten hat der Elektro-Rennwagen von Volkswagen das Ziel erreicht und so Motorsport-Geschichte geschrieben.

Das freut natürlich auch den Kunden: „Wir arbeiten seit 2016 im Bereich Instandhaltung mit der WISAG zusammen“, erklärt Marco Ferraro, Leiter Abteilung Services der Volkswagen Motorsport GmbH. „Als ich gefragt wurde, welches Unternehmen für uns die Batterieladekühlung bauen könnte, kam mir direkt die WISAG in den Sinn – zum Glück, wie sich gezeigt hat. Die Kollegen haben es geschafft, als verlässliche Partner mit Kompetenz, hoher Arbeitsgeschwindigkeit und viel persönlichem Einsatz auf ganzer Linie zu überzeugen.“