Die WISAG nutzt neuen Kabelmesswagen zur Fehlerortung und Diagnose im Stromnetz

Frankfurt am Main, 9. Dezember 2016 – Wenn die Stromversorgung unterbrochen ist, müssen Stadtwerke, Industriebetriebe und Energieversorger zügig handeln, um Produktionsausfälle oder gar weitere Schäden im Netz zu verhindern. Doch welcher Fehler liegt vor und wo im ausgedehnten Kabelnetz befindet er sich? Wo verläuft die Kabeltrasse und wie kann das fehlerhafte Kabel ausgetauscht werden? Um die Störung im Netz schnell zu beseitigen, nutzt der Industriedienstleister WISAG nun einen eigenen Kabelmesswagen, mit dem alle Fehler schnellstmöglich bestimmt werden können.

Die technische Ausstattung des Kabelmesswagens vom Typ Megger Centrix 2.0 ermöglicht  diverse Prüfungen und Messungen u.a. auch eine zerstörungsfreie Diagnoseprüfung. Durch diese können Fehlerort und Fehlerart ermittelt, der Abstand zum Fehler eingemessen und das betroffene Kabel in der Kabellage geortet werden. Die Lokalisierung der Fehlerstelle durch Vor- und Nachortung hilft, die notwendigen Reparaturarbeiten schnellstmöglich an der richtigen Stelle durchzuführen. Zusätzlich sind die Messtechniker der WISAG Elektrotechnik in der Lage, dem Kunden durch Prüfungen und Diagnosen einen Überblick über den aktuellen Zustand seiner Kabelnetze zu verschaffen, die exakte Lage einer Kabeltrasse mit GPS zu bestimmen und Gleichspannungsprüfungen bis 80 kV durchzuführen. „Als Basis für eine zustandsorientierte Instandhaltung im Bereich der Energienetze übernehmen wir nicht nur die allgemein übliche 0,1Hz VLF-Inbetriebnahmeprüfung, sondern auch Teilentladungs- und Verlustfaktormessungen“, erklärt Mark Panning, Niederlassungsleiter bei der WISAG Elektrotechnik Nord GmbH & Co. KG in Bremen. Nutzt man die Möglichkeit der Diagnose schon bei der Inbetriebnahme (‚Fingerprint‘), lässt sich der Alterungsprozess des Kabelmaterials über die kommenden Jahre überwachen und für die Kabelstrecken ein effektiver Instandhaltungsplan entwickeln.

Mit einer daraus resultierenden Prioritätenliste kann aufgezeigt werden, an welchen Stellen Risiken vorliegen und mit welchen Instandhaltungsmaßnahmen begonnen werden sollte. Betriebsbedingte Störungen können so minimiert werden, vor allem aber müssen nicht mehr vollständige Kabelstrecken bei Defekten oder Alterung ausgetauscht werden. Teilweise reichen wenige Meter Kabel, die selektiv ersetzt werden. Das spart Geld und Zeit: Ungeplante Stillstandszeiten und Produktions- bzw. Betriesbausfälle, die in der Regel extrem hohe Kosten versursachen, lassen sich durch gezielte Diagnosen in den Versorgungsnetzen auf ein Minimum reduzieren. Der gezielte Diagnoseeinsatz während Wartungsarbeiten an Schaltanlagen und -geräten bringt an dieser Stelle maximalen Nutzen bei sehr überschaubaren Kosten.

Die WISAG ist bereits seit vielen Jahren mit Kabelmesswagen für ihre Kunden im Einsatz, musste die Fahrzeuge allerdings immer bei Energieversorgern leihen und so oftmals mit Wartezeiten kämpfen. Seit Mai rollt der eigene Wagen für die effiziente Fehlersuche bei der WISAG. Damit sorgt der Industriedienstleister bundesweit schnell und flexibel dafür, dass seine Kunden ihre Versorgungsnetze wirtschaftlich betreiben können und gleichzeitig von einer hohen Versorgungssicherheit profitieren.

 

Weitere Informationen:

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Anlagenbau Elektrotechnik

 

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