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Matthias Wöckel

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Matthias Wöckel
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"Die Werte sind, was uns als Unternehmen ausmacht"

11.10.2011

Interview mit Michael C. Wisser

Frankfurt am Main, den 11.10.2011 – In der aktuellen Ausgabe der „[unternehmen!]“, Zeitung des „Unternehmerverband Industrieservice“, erläutert Michael C. Wisser, Vorsitzender der Geschäftsführung der WISAG, sein Werteverständnis in einem umfassenden Interview.

 Claus Wisser gründete 1965 das Frankfurter Unternehmen WISAG. Dieses ist heute eines der größten Dienstleistungsunternehmen in Deutschland: Mehrere zehntausend Mitarbeiter sind in den Bereichen Aviation-, Facility- und Industrie Service tätig. Mit Vertretern des „Unternehmerverband Industrieservice“ sprach Michael C. Wisser, Sohn des Unternehmensgründers, über Werteorientierung, Zeitarbeit und Mindestlohn.

 Zusammenspiel der Werte als Führungselement

„Wertschätzung“, „Einsatz“ und „Bunt“ sind die drei Werte, die Michael C. Wisser in den Vordergrund seines Unternehmerverständnisses rückt.

Dass es ausgerechnet diese Werte sind, liegt sicherlich an der Einstellung seines Vaters, der ihn vor Jahren lehrte, wie wichtig der Respekt vor der einfachen Arbeit ist. Basis für die Formulierung der Werte war eine groß angelegte Befragung im Jahr 2010, die Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Marktexperten einbezog und bestätigte, was der Sohn des Unternehmensgründers hoffte: „Die Werte sind, was uns als Unternehmen ausmacht.“

Heute ist das Zusammenspiel der drei Werte, die nicht nur den Respekt und den Fleiß der Belegschaft betonen, sondern auch die Individualität und Kreativität des Einzelnen – was sonst sollte der Wert „Bunt“ bedeuten – für Michael C. Wisser ein wesentliches Führungselement.

 Gesetzlicher Mindestlohn als vorübergehende Lösung

Zeitarbeit ist für Michael C. Wisser eine Maßnahme, die ein werteorientiertes Unternehmen nicht verteufeln muss. Für Wisser geht es beim Einsatz von Leiharbeitnehmern darum, konjunkturelle Schwankungen ein Stück zu kompensieren und seine Stamm-Mannschaft zu unterstützen. Flächentarifverträge sind seiner Meinung nach ein geeignetes Mittel, um dem Kunden die besten Konzepte und qualifizierte Mitarbeiter zu liefern. Doch im Bereich der industriellen Dienstleistungen existieren Tätigkeiten, denen die Abdeckung durch klassische Branchen und deren tarifpolitische Vertreter fehlt. Insofern hält er einen gesetzlichen Mindestlohn auf einem bestimmten Niveau für eine sinnvolle Lösung, die vorübergehend genutzt werden sollte.