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Intelligente Gebäudeleittechnik im Sprengel Museum

22.02.2017

WAT Sprengel MuseumDie umfangreiche Kunstsammlung des hannoverschen Sprengel Museums ist im neuen Erweiterungsbau ideal vor negativen Lufteinflüssen geschützt. Der Industriedienstleister WISAG hat den Museumsbau, der Ende 2015 fertiggestellt wurde, mit intelligenten Anlagen zur Gebäudeautomation ausgestattet. Dabei wurde die bestehende Technik optimiert und neueste Systeme für einen effizienten Gebäudebetrieb integriert.

Eindrucksvolle Gemälde,  Fotografien und bedeutsame Skulpturen können Besucher im hannoverschen Sprengel Museum bewundern. Damit die wertvollen Exponate geschützt und auch über Jahre hinweg unversehrt bleiben, nutzt das Museum eine ausgefeilte Technik. Sie regelt die klimatischen Rahmenbedingungen automatisiert – dabei hat jeder Bereich andere Grenzwerte für Temperatur und Feuchte. So liegt die ideale Temperatur in den Archiven und Depots sowie in den Werkstattbereichen für großrahmige Malerei, Grafik und Skulpturen zwischen 17-23 °C. Anders verhält es sich bei Schwarz-Weiß-Fotografien: Aus konservatorischen Gründen wird in den Depotbereichen ein Temperaturbereich von 14-18 °C eingestellt, um die Werke langfristig gut zu erhalten. Farbfotografien müssen aufgrund der chemischen Balance der Fotoentwicklungsmaterialien in einem Temperaturbereich von 8 °C ± 2 K gelagert werden. Auch die Feuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle. Sie sollte beispielsweise bei Schwarz-Weiß-Fotografien 40-50 Prozent betragen, während Farbfotografien höchstens 25-35 Prozent Luftfeuchtigkeit gut tun. Bei Überschreitung der maximalen Grenzwerte, meldet die Gebäudeautomation umgehend eine Störung. Mittels Störtelefon wird direkt der Haustechnik-Mitarbeiter informiert, um die Sachlage zu bewerten und mögliche Fehler zu beheben. Auch Pumpenausfälle von Wasserhebeanlagen und andere Wassereinbrüche, die zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Kunst führen könnten, werden gemeldet.

Die besondere Herausforderung für die WISAG war eine außerordentlich hohe Regelgenauigkeit der Anlagen. „Für das Museum ist dies unerlässlich“, weiß Jörg Friese, Geschäftsführer der WISAG Automatisierungstechnik GmbH & Co. KG in Bochum. „Eine sehr präzise und hochgenaue Sensorik erfasst die Luftqualität, die Feuchte sowie die Raumtemperatur und passt außerdem die Parameter kontinuierlich optimal an. So sind die Kunstobjekte optimal vor negativen Lufteinflüssen geschützt.“ Dabei musste die Technik im Ausstellungsbereich so unauffällig wie möglich sein, um optisch nicht von den Exponaten abzulenken.

Fragen? Jörg Friese steht Ihnen gerne zur Verfügung:
joerg.friese@wisag.de